Ein Brutplan beginnt mit Art und Vorgeschichte der Eier. Fordern Sie für Befruchtete Atlantik-Lachseier und Befruchtete Coho-Lachseier Angaben zu Art, Befruchtungsdatum, Temperaturverlauf und Entwicklungsstadium an. Übertragen Sie Entwicklungsmarken einer Art nicht automatisch auf eine andere.
Mit Tagesgraden planen
Akkumulierte thermische Einheiten beziehungsweise Tagesgrade fassen die Temperaturbelastung zusammen: Die mittleren täglichen Wassertemperaturen eines angegebenen Zeitraums werden addiert. Halten Sie den Zählbeginn fest und berücksichtigen Sie bei eingehenden Chargen die vom Lieferanten angegebene Summe. Der Transport gehört zu diesem Verlauf; die Zählung beginnt danach nicht bei null.
Tagesgrade helfen bei der Terminplanung, ersetzen aber keine Beobachtung. Temperaturänderungen, Bestand und Haltung beeinflussen die Entwicklung. Nutzen Sie die Entwicklungsangaben des Chargenlieferanten und prüfen Sie Eier und Larven, bevor Sie Handhabung, Schlupf oder Erstfütterung terminieren. Allgemeingültige feste Schwellen für Atlantik- und Coho-Lachs würden eine zu hohe Genauigkeit vortäuschen.
| Phase | Planungsfrage | Benötigte Aufzeichnung |
|---|---|---|
| Eingang | Welches Stadium hat die Charge erreicht? | Befruchtungsdatum und Temperaturverlauf |
| Inkubation | Entspricht die Entwicklung dem Plan? | Temperatur, beobachtetes Stadium und Verluste |
| Erstfütterung | Sind die Larven bereit? | Entwicklungsbeobachtungen und Futterannahme |
Wasser und Handhabung
Prüfen Sie Temperatur, gelösten Sauerstoff an Zu- und Ablauf, Wasserverteilung und Zustand der Inkubationseinrichtung. Legen Sie Beladung und Durchfluss nach den Angaben der Geräte- und Eierlieferanten fest. Ein einzelner Durchflusswert passt nicht zu jeder Anlage oder Besatzanordnung.
Entfernen Sie abgestorbene Eier nach Betriebsprotokoll und halten Sie Geräte sauber. Sortierung und mechanisches Schocken müssen zum Entwicklungsstadium und zum Verfahren des Lieferanten passen. Dieser Beitrag schreibt weder Fallhöhe noch Desinfektionsbad vor. Vermeiden Sie unnötige Handhabung empfindlicher Stadien.
Krankheitskontrolle ist produkt- und artspezifisch
Wählen Sie Behandlungen mit der verantwortlichen Tierärztin oder dem verantwortlichen Tierarzt aus und beachten Sie die vor Ort geltende Produktinformation. Konzentration, Einwirkzeit, Häufigkeit, Wasserwechsel und Einleitbedingungen gehören zum zugelassenen Behandlungsprotokoll. Übertragen Sie kein Schema zwischen Arten oder Produkten.
Die zitierte Pyceze-Information benennt beispielsweise bestimmte Arten und Lebensstadien sowie die Art der Anwendung. Sie ist keine allgemeine Empfehlung für sämtliche Salmonideneier. Eine länderspezifische Produktinformation belegt zudem keine Zulassung in jedem Bestimmungsmarkt.
Warenannahme und Akklimatisierung
Vereinbaren Sie vor Versand über den Service für Salmonideneier das Annahmeverfahren, die Versandunterlagen und die Temperaturüberwachung. Bereiten Sie Inkubator und Annahmeteam rechtzeitig vor. Kontrollieren Sie bei Ankunft Verpackungszustand und Temperaturaufzeichnungen anhand der vereinbarten Spezifikation.
Befolgen Sie die Akklimatisierungsvorgaben des Lieferanten, statt eine universelle stündliche Erwärmungsrate anzusetzen. Dokumentieren Sie Abweichungen und kontaktieren Sie den Lieferanten vor ungeplanten Behandlungs- oder Handhabungsschritten. Das Aquakulturglossar erläutert Tagesgrade, Augenpunktstadium und weitere Fachbegriffe.

